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Romano Racing mit der Testfahrt bzw. Alpen-Challenge mit dem neuen Opel Corsa-e

Hallo liebe Blog-Freunde, unser Abenteuer begann als wir erfuhren, ihr dürft den neuen Opel Corsa-e testen. Da machten wir uns Gedanken wie könnte der Test aussehen, als fleissige Testbericht-Leser und Autosendungen-Verfolger, hatten wir bis dato noch keinen Bericht gesehen bei dem der neue elektroangetrieben Corsa-e in den Alpen unterwegs war.

Die Idee war geboren, lass und doch kurz übers Wochenende ins Südtirol fahren. Das hiess Flüelapass (2383m), Ofenpass (2149m) und zuvor noch den Hirzel (672m) zu überwinden.

Die Planung für das Projekt mit Elektroantrieb ins Südtirol nahm Fahrt auf. Da uns niemand sagen konnte, wie sich der Corsa-e über die Pässe verhält, haben wir auf dem Hinweg zwei (Angsthasen)-Zwischenladungen geplant. Die eine in der Raststätte Heidiland und die andere in Davos, eine dritte wäre noch optional in Zernez vor dem Ofenpass gewesen.

Der Tag der Fahrt stand kurz bevor, mein Beifahrer Carlo, Team-Fotograf vom Romano Racing Team, war sehr nervös und holte sich in Einsiedeln noch göttlichen Beistand für die Fahrt.

Ich blieb cool und dachte, wenn wir es nicht schaffen drehen wir halt um.

Trotz allen Bedenken seitens Garage, Bekannten und Freunden nahmen wir die Challenge mit einem Elektroauto über zwei Alpenpässe zu fahren an. In der Vorbereitung hatte ich mir eine Karte von move.ch (www.move.ch) besorgt. Auf der App von move.ch konnten wir alle Ladestationen auf dem Weg ins Südtirol ausfindig machen. Es sind viel mehr als vermutet, dass wichtigste ist aber ein eigenes Ladekabel Typ2 dabei zu haben. Es hat zwar ausreichend viele Lademöglichkeiten aber nur wenige mit einem fixen Kabel an der Station. Auch Zielort im Hotel Himmelreich (www.himmelreich.it) in Tschars gibt es nur eine Wanddose ohne Kabel, wer sein Kabel vergisst wird ein Problem haben.

Um 5 Uhr morgens ging es bei vollgeladener Batterie los und mit einer Reichweite von 330 km fuhren wir in Steinhausen los. Der Weg führte uns über das erste Hindernis, den Hirzel mit 672 Höhenmetern, danach ging’s weiter auf der Autobahn Richtung Landquart.

Bei der Raststätte Heidiland machten wir eine Frühstückspause und eine erste Angsthasen-Aufladung 😊. Nach dem kleinen Frühstück führte uns die Strasse stetig steigend nach Davos. In Davos machten wir nochmals eine Not-Aufladung (für Angsthasen) vor dem Flüelapass mit seinen 2383 Höhenmetern. Mit einer Reichweitenanzeige von 190 km machten wir uns an den Aufstieg zur Passhöhe, oben angekommen war die Reichweite auf 150 km gesunken. Voller Freude fuhren wir nach Zernez, wo wir wieder mit einer Reichweite von 190 km den Aufstieg zum Ofenpass mit 2149 Höhenmetern in Angriff nahmen.

In Zernez war nochmals ein Auflade Stopp geplant gewesen, zum Glück mussten wir diesen nicht in Anspruch nehmen. Auf dem Ofenpass angekommen hatten wir ein Déjà-vu, die Reichweite sank auch beim Ofenpass nur um 40 km im Aufstieg. Nun hiess das Ziel Tschars im schönen Vinschgau. Dort angekommen stellten wir den Opel Corsa-e mit einer Reichweite von 200 km auf dem Parkplatz vom Hotel Himmelreich ab.
 

Nach einem Kaffee auf der gemütlichen Sonnenterrasse des Hotel Himmelreich’s, machten wir uns auf die Suche nach der Ladestation des Hotels. Diese befindet sich gut geschützt in der Hotel eigenen Garage. Silvia Rungg, die Junior-Chefin des Hauses, ist bei der Aktivierung der Station gerne behilflich.

An diesem schönen Tag wollten wir uns noch etwas die Beine vertreten und die Zeit nutzen den Corsa-e wieder voll aufzuladen. Deshalb entschieden wir uns für die Ladung am Bahnhof direkt neben dem Restaurant Kesselwirt (sehr gutes, selbstgebrautes Bier). Hier konnte ich meine App von move.ch, dass erste Mal im Ausland testen und es funktioniert perfekt. Nun machten wir einen kleinen Spaziergang von Tschars nach Naturns (eine kleine Wanderung von ca-1h).  Naturns lädt ein zum Shoppen oder einfach den Tag bei einem Kaffee oder sonst einer Leckerei zu geniessen.

Drei Stunden spazierten wir wieder zurück zum Corsa-e und befreiten ihn von der Ladestation. Er war wie wir gesättigt vom Nachmittags-Imbiss. Jetzt konnten wir zwei Tage entspannen, mit Wandern und Wellness im Hotel Himmelreich. An den Abenden wurden wir mit einem 6 Gang Menü verwöhnt; hier zwei Beispiele:

Salatbuffet, Nocken-Ziegenfrischkäse an rotem Peperonischaum, Rinderkraftbrühe mit Eierstich, Saltimbocca alla Romana mit Ofenkartoffeln und Zucchini Provinzial, Hefebuchteln, Marillenmarmelade und Vanillesauce oder ein Abstecher zur Obst- und Käseecke

Am zweiten Tag gab es:

Salatbuffet, Fusili nach pikanter Art und einer Parmesanhippe, Kartoffel- Lauchcremesüppchen, Gebratenes Schweinefilet mit frischen Pfifferlingen, Reis Pilaw und Brokkoligemüse, Buttermilchmouse mit Bisquit und Mango oder ein Abstecher zur Obst- und Käseecke

Erholt von dem Kurzurlaub machten wir uns am Sonntag auf den Heimweg nach Steinhausen. Nun wollten wir es wissen, die Rückfahrt ohne einen Ladehalt zu absolvieren war das Ziel. Die Reichweitenanzeige war 300 km, also los «let’s drive home».

Vom Südtirol Richtung Schweiz gab es nur zwei kleine Probleme, die beiden Aufstiege zum Ofen- und Flüelapass waren steiler als in die Gegenrichtung. Wir blieben dieses Mal beide ganz cool.

Die Reichweite nahm stetig ab, trotz zahmer Fahrweise meinerseits. Auf dem Ofenpass angekommen waren noch 160 km Reichweite vorhanden. In Zernez zum Glück schon wieder bei 210 km, nun begann der sehr steile Aufstieg zum Flüelapass. Oben angekommen schauten wir nicht schlecht als es nur noch 90 km Reichweite waren. Unerschrocken fuhren wir weiter Richtung Landquart, bevor wir auf die Autobahn fuhren standen wieder beruhigende 250 km auf der Anzeige.

Wir wagten uns nun durchzufahren, natürlich immer mit einem Auge auf die Reichweitenanzeige. Als wir die Raststätte Glarnerland passierten und noch 180 km Reichweite angezeigt waren, wussten wir, der Heimweg war kein Problem mehr.

In Steinhausen angekommen waren wir über glücklich diese Alpen-Challenge mit dem Corsa-e gemacht zu haben. Der Corsa-e dankte es uns mit einer Restreichweite von 90 km als wir ihn in Steinhausen an die Ladestation hängten.

Fazit der Reise: Wenn man etwas umsichtig fährt und evtl. Notladehalte plant, ist eine Reise über Alpenpässe absolut kein Problem. Der Corsa-e hat uns rundherum überzeugt, er ist alltagstauglich, sieht gut aus und kostet nicht alle Welt.

Nun freuen wir uns schon auf die nächsten Testfahrten mit Elektroautos, wir haben nun unsere Teststrecke dafür definiert (Steinhausen, Südtirol und wieder nach Steinhausen). Die nächsten möglichen Testfahrzeuge sind z.B. Opel Mokka-e oder Zafira-e.

Also bis zum nächsten E-Test, euer Romano Racing Team Silvio und Carlo.

Hier noch ein paar Facts und Impressionen zum Opel Corsa-e:

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Elektroantrieb, Leistung und Reichweite:

  • 50 kWh-Batteriepack (216 Batteriezellen in 18 Modulen)
  • Elektrische Reichweite bis zu 337 Kilometer nach WLTP[1]
  • Drei Fahrmodi: Normal, Eco (Effizienzplus) und Sport (für mehr Fahrdynamik)
  • Regeneratives Bremssystem
  • 30 Minuten Ladezeit an 100 kW-Gleichstrom-Schnellladesäule für bis zu 80 Prozent Batterieladezustand
  • 100 kW (136 PS) Leistung und 260 Newtonmeter maximales Drehmoment
  • Beschleunigung von 0 auf 50 km/h in 2,8 Sekunden, von 0 auf 100 km/h in
    8,1 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit 150 km/h (elektronisch abgeregelt)
  • Massgeschneiderte Ladeoptionen bis hin zum „Universal-Ladekabel“

Assistenzsysteme, Infotainment und Vernetzung:

  • Erstmals adaptives IntelliLux LED® Matrix-Licht im Kleinwagen-Segment
  • Zahlreiche Corsa-Neuheiten wie automatischer Geschwindigkeits-Assistent, aktiver Spurhalte-Assistent, radarbasiertes automatisches Bremssystem, Müdigkeitserkennung
  • Einpark- und Rangierhilfen wie Parkpilot für Front und Heck, Flankenschutz und 180‑Grad-Panorama-Rückfahrkamera
  • Apple CarPlay und Android Auto kompatible Infotainment-Systeme: Top-of-the-Line-Angebot Multimedia Navi Pro mit 10-Zoll-HD-Farb-Touchscreen
  • OpelConnect Dienste mit Live-Navigation, Notruf und Pannenhilfe
  • Digitales Fahrerinfodisplay
  • Wireless Charging für kompatible Smartphones

Fahrverhalten, Design und Komfortangebot:

  • Sportlicher Auftritt mit coupéhafter Dachlinie bei kompakten Aussenmassen
  • Fahrer sitzt tiefer als bisher, Fahrzeugschwerpunkt niedriger
  • Fahrverhalten ist direkter, dynamischer als bei Corsa-Vorgängergeneration
  • Fahrerzentriertes Cockpit mit zum Fahrer ausgerichtetem Touchscreen
  • Klimatisierungsautomatik, schlüsselloses Startsystem
  • Auf Wunsch Ledersitze u.v.m.

[1] Die angegebene Reichweite wurde anhand der WLTP Testverfahren bestimmt (VO (EG) Nr. 715/2007 und VO (EU) Nr. 2017/1151). Die tatsächliche Reichweite kann unter Alltagsbedingungen abweichen und ist von verschiedenen Faktoren abhängig, insbesondere von persönlicher Fahrweise, Streckenbeschaffenheit, Aussentemperatur, Nutzung von Heizung und Klimaanlage sowie thermischer Vorkonditionierung.

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