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Visionäre Opel-Studien: Vom Experimental GT zum GT X Experimental

  • Erster seiner Art: Experimental GT von 1965 weist den Weg für alle Opel-Studien
  • Markenstudie: Opel CD zeigt schon 1969 die Entwicklung der Marke auf
  • Opel Design 2.0: Monza Concept vereint visionär Emotionalität mit Verstand
  • Leicht, puristisch, Avantgarde: GT Concept offenbart neue Dimension der Effizienz
  • Vorausschauend: GT X Experimental gibt den Blick in die Opel-Zukunft frei

Schlieren. Vom Experimental GT, der bereits 1965 wie ein Blitz in der Automobilwelt einschlug, bis aktuell zum GT X Experimental haben die Konzeptfahrzeuge und Markenstudien von Opel stets die Schlagzeilen bestimmt – und dabei wegweisende Entwicklungen und Innovationen vorweggenommen. Die Studien haben seit jeher Blicke auf die kurz-, mittel- und langfristige Zukunft von Opel ermöglicht, selbst wenn sie en Detail nicht immer zur Serienproduktion bestimmt waren. Technische Innovationen und visionäre Designs haben sie dabei zum Leben erweckt. Im Laufe von mittlerweile 53 Jahren stechen unter den zahlreichen Konzeptfahrzeugen vier Studien ganz besonders hervor: der 1965er Opel Experimental GT, der Opel CD von 1969, der Monza Concept von 2013 und der drei Jahre darauf folgende GT Concept. Die Gene dieser Vier haben die jüngste Markenstudie des Rüsselsheimer Designstudios massgeblich mitbestimmt – das zukunftsweisende Ergebnis ist der Opel GT X Experimental.

Pioniere und Trendsetter: Opel Experimental GT und Opel CD

Das Erste in der Reihe von höchst erfolgreichen und begeisternden Konzeptfahrzeugen aus Rüsselsheim – und damit der Urahn des GT X Experimental – ist der fast namensgleiche Experimental GT von 1965. Beim Betrachten dieser Legende des Automobildesigns wird sofort deutlich, dass bereits der GT seinerzeit das heutige Credo von „deutscher Präzision und skulpturalem Design“ in zeitgenössischer Perfektion verkörpert. Im Jahr 1965 schlägt das Herz jedes IAA-Besuchers beim Anblick der atemberaubenden Linien des Experimental GT höher. Journalisten wie Experten und Publikum zeigen sich von dem einmaligen Frontmittelmotor-Konzept und den neuartigen Klappscheinwerfern des sportlichen Zweisitzers begeistert. Der Opel Experimental GT – das erste Konzeptfahrzeug eines europäischen Autoherstellers – zieht alle in seinen Bann.

Die Entstehungsgeschichte des Experimental GT ist dabei untrennbar mit der des Opel Styling Studios in Rüsselsheim verbunden. Denn auch hiermit nimmt das Unternehmen in den 1960er Jahren eine Pionierstellung ein. Bei der Eröffnung 1964 ist Opel mit seinem neuen Styling Studio der erste Hersteller in Europa mit einer modernen Design-Organisation und der Vorreiter für Automobildesign ausserhalb der USA. Der Experimental GT ist das erste Kind, das unter diesem Dach entsteht – und die Rüsselsheimer Design-Abteilung wird schnell für viele internationale Designer gleichermassen zum Anziehungspunkt wie zur Talentschmiede.

Ermutigt durch die fulminante Resonanz auf den Experimental GT und den grossen Markterfolg des Serien-GT konzentrieren sich die Designer in der Rüsselsheimer Research- und Advanced-Abteilung in den folgenden Jahren auf die Entwürfe visionärer Coupés und Sportwagen. Bereits 1969 landet das Opel-Designteam auf der Frankfurter IAA mit dem Opel CD seinen nächsten Volltreffer. Das zweisitzige Luxuscoupé mit
V8-Motor auf Diplomat-Basis (CD: Coupé Diplomat) ist von Anfang an als – wie man heute sagt – Concept Car geplant und nicht für die Serienproduktion vorgesehen. Der CD soll vielmehr einen Ausblick auf die Entwicklung des Automobils in den 1970er Jahren geben und den künftigen Weg des Opel-Designs deutlich machen – ähnlich wie der GT X Experimental heute. Schon damals gelingt es den Opel-Designern mit dem eleganten, nur 1,11 Meter hohen CD, Herz und Verstand der Betrachter anzusprechen. Die klare Formgebung des CD mit der rundum gewölbten Frontscheibe ohne A-Säulen weckt Begehrlichkeiten. In anderen Worten: Purismus pur, der begeistert!

Opel-Design 2.0: Monza Concept gibt die Marschroute vor

Zeitensprung: Fast 50 Jahre später erobern zwei weitere bedeutende Vorfahren des GT X Experimental die Automobilwelt im Sturm. Bei seiner Premiere auf der IAA 2013 legt der Monza Concept einen unvergesslichen Auftritt hin. Höchste Effizienz und optimale Vernetzung lauten nun die Kernkriterien in der Entwicklung. Der Monza Concept gibt einen ersten Ausblick darauf, was von Opel erwartet werden darf. Das Streben von Opel nach maximaler Effizienz findet hier in der nächsten Evolutionsstufe der Designphilosophie „Skulpturale Formgebung trifft deutsche Präzision“ ihren Ausdruck – mit Konturen, die mehr Athletik denn geballte Muskelkraft vermitteln. Seine innovativsten Ideen entfaltet der Monza Concept im Bereich der Infotainment-Systeme, bei der Konnektivität und bei
HMI-Systemen (Human Machine Interface). Fest angeordnete Displays werden durch LED-Projektionstechnologie ersetzt, die ein von Tür zu Tür durchgängiges Multifunktionsdisplay mit 3D-Grafiken entwirft. Informationen sind dort ebenso zu sehen wie dekorative Elemente – und die Fahrer können alles per Sprachsteuerung individuell anpassen.

„Der Monza Concept zeigt, wie wir uns die nächste Stufe vorgestellt haben“, sagt Opel-Designchef Mark Adams. „Wir haben es zu dieser Zeit Opel Design 2.0 genannt, wie bei einer neuen Generation einer Computer-Software. Es geht stets um die Kombination aus schön gezeichneten Linien und Formen, die Emotionen bei unseren Kunden schaffen. Doch wir müssen natürlich auch mit rationalen Punkten überzeugen und den Kopf ansprechen. Dies gelingt uns als deutsche Marke, denn Deutschland wird für die Qualität und die Robustheit der Produkte sowie für die Präzision seiner Ingenieurskunst geachtet. Opel ist Teil dieser kulturellen Identität. Wir bringen beide Seiten in einer Design­philosophie zusammen. Das verleiht Opel als Volumenhersteller eine einzigartige Position. Der emotionale Reiz der Marke ist gross und gleichzeitig steht Opel für die deutschen Attribute.“

Neue Dimension der Effizienz: Opel GT Concept

2016 verbindet Opel seine Designphilosophie im visionären GT Concept mit einer neuen Dimension von Effizienz. Wie schon der Name vermuten lässt, ist er ein direkter Nachfahre des Experimental GT. Und ebenso wie sein Urahn beindruckt der GT Concept mit seinem klaren, atemberaubenden Karosseriedesign und seinen inneren Werten. Die Sportwagen­studie mit Frontmittelmotor und Heckantrieb ist avantgardistisch und puristisch, sie verzichtet auf alles, was die reine Form stört. So finden sich am GT Concept weder Türgriffe noch Aussenspiegel. Neben dem athletischen Äusseren haben die Opel-Designer ein Interieur geschaffen, bei dem klassische Sportwagenelemente mit einem futuristischen Bedienkonzept verschmelzen. Alles im GT Concept ist dabei für den puren Genuss einer Ausfahrt bereit: Die beiden Sportsitze passen wie Massanzüge, die niedrige Gürtellinie ermöglicht eine entspannte Armposition, Lenkrad und Pedalerie lassen sich elektrisch millimetergenau einstellen, Farben und Formen geben ein perfektes Raumgefühl und über dem Panoramadach rauscht der Himmel vorbei. Mensch und Maschine werden eins.

Der GT Concept verkörpert erneut den Pioniergeist von Opel. Eine Fahrmaschine voller Dynamik, was schon die rote Signaturlinie ausdrückt, die horizontal den Fahrzeugkörper aufteilt und proportioniert. Die markanten roten Vorderreifen – auf Rädern in frechem Roller-Skates-Design – sind eine Reminiszenz an das zu seiner Zeit ebenfalls avantgardistische Opel-Motorrad Motoclub 500, das schon 1928 stolz auf roten Reifen rollte. Ansonsten finden sich beim GT Concept nur wenige Zitate aus der Vergangenheit: Die lange Motorhaube, der Verzicht auf eine Kofferraumklappe, der zentral angeordnete Doppelauspuff und selbstverständlich der Name nehmen Bezug auf den Ur-GT. Ansonsten zeigt sich der Opel GT Concept eigenständig – keine Spur von Retrodesign.

Zurück in die Zukunft: Opel GT X Experimental

Der GT X Experimental ist das jüngste Concept Car in einer Reihe von zukunftsweisenden Visionen, die Trends setzten und setzen. Er verkörpert die nächste Evolutionsstufe der Opel-Designphilosophie. Dabei verleugnet er nicht seine Vorfahren, wie schon die gelbe Signaturlinie zeigt. Zugleich führt er das aus Monza Concept und GT Concept bekannte Thema Interaktivität fort. Dazu transportiert er selbstbewusst eine klare Botschaft: Der Opel GT X Experimental gibt den ersten Ausblick darauf, wie die Zukunft von Opel aussehen wird. Dabei bleibt der GT X Experimental ganz und gar auf „Opel-Linie“. Dies lässt sich im Kern mit drei Werten zusammenfassen: deutsch, nahbar und begeisternd.

So bleibt Opel auch in Zukunft seinen deutschen Wurzeln verhaftet und setzt dies auf moderne, positive Weise um: Opels „New Germanness“ beruft sich auf das Beste der traditionellen deutschen Werte – ausgezeichnete Ingenieurskunst, die Faszination für präzise ausgearbeitete Produkte, der unbedingte Fokus auf Funktionalität, Qualität und Zuverlässigkeit – und verknüpft dies mit einer warmen und weltoffenen Haltung. Von diesem innovativen Opel-Geist inspiriert, trägt der neue GT X Experimental das reichhaltige Erbe der Marke in sich und führt dies in eine spannende Zukunft. Er kombiniert deutsche Ingenieurskunst, Präzision und Qualität mit visionären Ideen – und gibt damit einen Ausblick auf die Opel-Modelle Mitte der 2020er Jahre: mutig und klar im Erscheinungsbild, dabei extrem ansprechend, nahbar und kundenfokussiert.

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